Lebensmittel-Notvorrat: komplette Vorratsliste für 14 Tage mit Mengen pro Person

Ein Lebensmittel-Notvorrat für 14 Tage ist die Grundlage jeder Krisenvorsorge. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, einen Vorrat für mindestens zwei Wochen anzulegen. Störungen können vielfältige Ursachen haben: ein Blackout, ein Unwetter, eine unterbrochene Lieferkette oder eine persönliche Notsituation. Wer schrittweise und mit Bedacht vorsorgt, muss dafür kein Geld auf einmal ausgeben. Diese Vorratsliste zeigt, welche Mengen pro Person für zwei Wochen sinnvoll sind.
So viel braucht ein Mensch pro Tag
Ein Erwachsener benötigt im Schnitt etwa 2.000 bis 2.500 Kilokalorien pro Tag, abhängig von Größe, Alter und Aktivität. In einer Krisensituation, in der körperliche Arbeit anfällt, tendiert der Bedarf eher zum oberen Wert. Trinkwasser fällt mit rund zwei Litern pro Person und Tag an, dazu kommen etwa zwei Liter für die Zubereitung von Mahlzeiten und ein Mindestmaß an Körperpflege. Die folgende Liste bezieht sich auf Lebensmittel für 14 Tage pro Person.
Die komplette Vorratsliste für 14 Tage
Diese Mengen gelten pro Person und lassen sich problemlos skalieren. Wähle nur Produkte, die deine Familie auch im Alltag isst.
- Getreide und Sättigungsbeilagen: rund 5 kg Reis, Nudeln, Kartoffelknödel oder Mehl — abwechslungsreich mischen
- Wasser: mindestens 28 Liter pro Person (14 Tage × 2 Liter), besser 42 Liter inklusive Kochwasser
- Konserven und Gläser: etwa 8 bis 10 Dosen oder Gläser mit Fertiggerichten, Bohnen, Mais oder Erbsen
- Fett und Öl: 1 Flasche Speiseöl (ca. 0,5 Liter) oder Butter in Dosen
- Milchprodukte haltbar: 2 bis 3 Liter H-Milch oder Kondensmilch
- Käse und Wurst in Dosen: je 2 bis 3 Stück Dauerkäse oder Fleischkonserven nach Geschmack
- Obst und Gemüse: 6 bis 8 Gläser oder Dosen Gemüse und Obst
- Getrocknete Hülsenfrüchte: 1 bis 2 kg Linsen, Kichererbsen oder Bohnen
- Nüsse und Trockenfrüchte: rund 500 g als energiereicher Snack
- Salz, Zucker, Gewürze: je 1 Packung Salz, Pfeffer, Paprika und ein Grundstock an Kräutern
- Frühstück: 1 kg Haferflocken oder Müsli, 1 Glas Honig oder Marmelade
- Getränke: Kaffee, Tee oder Saftkonzentrat nach Bedarf, da sie Moral und Routine geben
- Süßigkeiten und Trockenvorrat: Schokolade, Kekse oder Zwieback als schnelle Energiequelle
Beispielhafter Wochenplan aus dem Vorrat
Um den Vorrat realistisch einzuschätzen, hilft ein Gedankenspiel für zwei Wochen: Frühstück aus Haferflocken mit H-Milch und einem Löffel Marmelade, mittags ein Eintopf aus Linsen, Konservengemüse und Reis, abends Brot aus dem Vorrat mit Dauerkäse und Dosenwurst, ergänzt durch Obst aus dem Glas. Ein solcher Plan zeigt schnell, ob die Liste zur eigenen Ernährung passt — etwa wenn jemand kein Getreide verträgt oder die Familie vegetarisch lebt. Schreibe den Plan daneben in den Vorratsschrank: In einer Notsituation spart ein fertiger Mahlzeitenplan Zeit, Brennstoff und Nerven, weil keine Diskussionen über das tägliche Essen anfallen.
Die richtige Reihenfolge beim Einkaufen
Man muss den Vorrat nicht in einer Woche anlegen. Sinnvoller ist es, pro Wocheneinkauf zwei bis drei zusätzliche haltbare Artikel zu kaufen. Diese Vorgehensweise verteilt die Kosten und hilft, den Vorrat langsam zu vergrößern. Achte darauf, dass du nur Lebensmittel einkaufst, die du kennst und die deiner Ernährung entsprechen. Ein übereilter Vorrat mit unbekannten Produkten führt eher dazu, dass er ungenutzt abläuft.
Was du bei der Auswahl beachten solltest
Nicht jedes Produkt eignet sich gleich gut für einen Notvorrat. Frischeware ist ohne Kühlung schnell verderblich, tiefgekühlte Lebensmittel hängen vom Stromnetz ab. Ideal sind Waren, die ohne Kühlung mindestens ein bis zwei Jahre haltbar sind. Kontrolliere beim Kauf das Mindesthaltbarkeitsdatum und wähle Produkte mit möglichst langer Resthaltbarkeit. Achte auch auf einfache Zubereitung: In einer Krise könnte Kochen ohne Strom nötig sein.
Sonderfälle: Babys, Haustiere, Krankheiten
Denke an Menschen und Tiere mit besonderem Bedarf. Für Säuglinge gehören Säuglingsnahrung, Flaschen und sterilisiertes Wasser in den Vorrat. Haustiere benötigen ihr gewohntes Futter für mindestens zwei Wochen. Wer auf bestimmte Ernährungsformen angewiesen ist, etwa glutenfrei oder lactosefrei, muss dies bei der Auswahl berücksichtigen. Auch Medikamente, die täglich nötig sind, sollten nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke in ausreichender Menge vorhanden sein — dieser Artikel ersetzt keinen medizinischen Rat.
Vorrat lagern und rotieren
Ein Vorrat nützt nur, wenn er richtig gelagert und regelmäßig genutzt wird. Das Prinzip „First in – first out" sorgt dafür, dass nichts verdirft. Details dazu findest du im Artikel zum Thema Notvorrat richtig lagern. Grundsätzlich gilt: kühl, dunkel, trocken und möglichst in stabilen Regalen, die bei einem Beben oder Anstoßen nicht umfallen.
Weiterführende Ratgeber
- Wasservorrat für den Notfall — wie du Trinkwasser richtig lagerst und haltbar machst.
- Notvorrat richtig lagern — Lagerorte, Temperaturen und Vorratsrotation im Detail.
- Kochen ohne Strom — welche Kochmöglichkeiten bei einem Blackout funktionieren.
- Blackout-Vorsorge — der Gesamtplan für den Stromausfall-Fall.
Wissen offline mitnehmen
Vorratslisten und Checklisten sind im Notfall nur dann nützlich, wenn du sie auch ohne Internet abrufen kannst. Die Prepper Disc als physischer Offline-Datenträger enthält die wichtigsten Notfall-Ratgeber, Vorratslisten und Survival-Grundlagen in kompakter Form — verfügbar unter prepper-disk.de.