Lebensmittel-Notvorrat: komplette Vorratsliste für 14 Tage mit Mengen pro Person

Gefülltes Regal mit Konserven, Nudeln, Reis und Wasserkanistern als Lebensmittel-Notvorrat
Ein durchdachter Lebensmittel-Notvorrat versorgt einen Haushalt zwei Wochen ohne Einkauf.

Ein Lebensmittel-Notvorrat für 14 Tage ist die Grundlage jeder Krisenvorsorge. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, einen Vorrat für mindestens zwei Wochen anzulegen. Störungen können vielfältige Ursachen haben: ein Blackout, ein Unwetter, eine unterbrochene Lieferkette oder eine persönliche Notsituation. Wer schrittweise und mit Bedacht vorsorgt, muss dafür kein Geld auf einmal ausgeben. Diese Vorratsliste zeigt, welche Mengen pro Person für zwei Wochen sinnvoll sind.

So viel braucht ein Mensch pro Tag

Ein Erwachsener benötigt im Schnitt etwa 2.000 bis 2.500 Kilokalorien pro Tag, abhängig von Größe, Alter und Aktivität. In einer Krisensituation, in der körperliche Arbeit anfällt, tendiert der Bedarf eher zum oberen Wert. Trinkwasser fällt mit rund zwei Litern pro Person und Tag an, dazu kommen etwa zwei Liter für die Zubereitung von Mahlzeiten und ein Mindestmaß an Körperpflege. Die folgende Liste bezieht sich auf Lebensmittel für 14 Tage pro Person.

Die komplette Vorratsliste für 14 Tage

Diese Mengen gelten pro Person und lassen sich problemlos skalieren. Wähle nur Produkte, die deine Familie auch im Alltag isst.

Beispielhafter Wochenplan aus dem Vorrat

Um den Vorrat realistisch einzuschätzen, hilft ein Gedankenspiel für zwei Wochen: Frühstück aus Haferflocken mit H-Milch und einem Löffel Marmelade, mittags ein Eintopf aus Linsen, Konservengemüse und Reis, abends Brot aus dem Vorrat mit Dauerkäse und Dosenwurst, ergänzt durch Obst aus dem Glas. Ein solcher Plan zeigt schnell, ob die Liste zur eigenen Ernährung passt — etwa wenn jemand kein Getreide verträgt oder die Familie vegetarisch lebt. Schreibe den Plan daneben in den Vorratsschrank: In einer Notsituation spart ein fertiger Mahlzeitenplan Zeit, Brennstoff und Nerven, weil keine Diskussionen über das tägliche Essen anfallen.

Die richtige Reihenfolge beim Einkaufen

Man muss den Vorrat nicht in einer Woche anlegen. Sinnvoller ist es, pro Wocheneinkauf zwei bis drei zusätzliche haltbare Artikel zu kaufen. Diese Vorgehensweise verteilt die Kosten und hilft, den Vorrat langsam zu vergrößern. Achte darauf, dass du nur Lebensmittel einkaufst, die du kennst und die deiner Ernährung entsprechen. Ein übereilter Vorrat mit unbekannten Produkten führt eher dazu, dass er ungenutzt abläuft.

Was du bei der Auswahl beachten solltest

Nicht jedes Produkt eignet sich gleich gut für einen Notvorrat. Frischeware ist ohne Kühlung schnell verderblich, tiefgekühlte Lebensmittel hängen vom Stromnetz ab. Ideal sind Waren, die ohne Kühlung mindestens ein bis zwei Jahre haltbar sind. Kontrolliere beim Kauf das Mindesthaltbarkeitsdatum und wähle Produkte mit möglichst langer Resthaltbarkeit. Achte auch auf einfache Zubereitung: In einer Krise könnte Kochen ohne Strom nötig sein.

Sonderfälle: Babys, Haustiere, Krankheiten

Denke an Menschen und Tiere mit besonderem Bedarf. Für Säuglinge gehören Säuglingsnahrung, Flaschen und sterilisiertes Wasser in den Vorrat. Haustiere benötigen ihr gewohntes Futter für mindestens zwei Wochen. Wer auf bestimmte Ernährungsformen angewiesen ist, etwa glutenfrei oder lactosefrei, muss dies bei der Auswahl berücksichtigen. Auch Medikamente, die täglich nötig sind, sollten nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke in ausreichender Menge vorhanden sein — dieser Artikel ersetzt keinen medizinischen Rat.

Vorrat lagern und rotieren

Ein Vorrat nützt nur, wenn er richtig gelagert und regelmäßig genutzt wird. Das Prinzip „First in – first out" sorgt dafür, dass nichts verdirft. Details dazu findest du im Artikel zum Thema Notvorrat richtig lagern. Grundsätzlich gilt: kühl, dunkel, trocken und möglichst in stabilen Regalen, die bei einem Beben oder Anstoßen nicht umfallen.

Kurz gesagt: 14 Tage Vorrat pro Person bestehen aus rund 5 kg Getreide und Beilagen, 28 bis 42 Litern Wasser, Konserven, Hülsenfrüchten, Öl und Grundgewürzen — Schritt für Schritt anlegen und nur kaufen, was du ohnehin isst.

Weiterführende Ratgeber

Wissen offline mitnehmen

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